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PANCHAKARMA | Checkliste

Qualitätskriterien für Ihre Panchakarma Kur

Wie lange ist die stationäre Kurdauer und welche Jahreszeit wird empfohlen?
Eine vollständige PK-Kur benötigt mindestens 30 Tage. Selbst bei minimaler sachgerechter Durchführung von nur drei Ausleitungsverfahren ist eine Kurdauer unter drei Wochen unmöglich und somit ein klares Kriterium gegen authentisches Pancha Karma. Die besten Monate sind März-Juni sowie September und Oktober - der kalte Winter und die heißen Sommerwochen sind hingegen weniger geeignet.

Wird vor Buchung Ihrer Kur eine diagnostische Aufnahme seitens des Ayurvedamediziners verlangt?
Ohne vorangehende Diagnostik, nach Möglichkeit wenigstens vier Wochen vor geplantem Kurantritt, kann keine Abwägung erfolgen, für welche Verfahren ggf. Kontraindikationen vorliegen. Diese Aufnahme kann auch nicht durch Fragebögen ersetzt werden, sondern muss vor Ort durch den leitenden Mediziner erfolgen.

Verfügen der leitende Therapeut und sein Team über ausreichend Erfahrung mit Panchakarma?
Erfahrung ist ein zentrales Kriterium für die Auswahl eines Panchakarma Kurzentrums. Fragen Sie daher direkt nach der Ausbildung und praktischen Erfahrung des Therapeutenteams.

Erhalten Sie konkrete Empfehlungen zur Vorbereitung auf Ihre Kur?
Um eine erfolgreiche Hauptkur zur gewährleisten, sind konkrete Maßnahmen der Diätetik, Lebensführung und ggf. Medikation in einer Vorkur erforderlich. Diese sollte bestenfalls 1-3 Monate betragen, um uneingeschränkt und tiefgreifend in der Hauptkur therapieren zu können.

Haben Sie täglich Kontakt zu Ihrem Ayurvedamediziner und erfolgt die Therapieplanung danach?
In einer Pancha Karma Hauptkur ist der stetige Kontakt zum leitenden Therapeuten unersetzlich. Es werden daher täglich die wichtigsten Parameter befragt und der Tagesplan erst danach definitiv entschieden. Sollten Sie zu Kurbeginn einen vorgefertigten Plan mit Angabe aller Therapien erhalten, deutet dies auf eine pauschale Durchführung ohne individuelle Differenzierung hin.

Steht bei Bedarf moderne Notfalltherapie zur Verfügung?
Klassisch durchgeführtes Panchakarma führt äußerst selten zu Notfällen. Dennoch ist besonders an den Tagen der Ausleitung die optionale Verfügbarkeit notfallmedizinischer Unterstützung unabdingbar und von Praxen oder Zentren ohne diese Möglichkeit dringend abzuraten.

Gibt es eine professionelle psychologische Begleitung während Ihrer Kur?
Pancha Karma bewirkt in vielen Menschen eine tiefgreifende Veränderung der sinnlichen Wahrnehmung. Die viele Zeit mit sich selbst, seinen inneren Dialogen und Filmen ohne Außenprojektion konfrontiert und kann bislang unbewusst gespeicherte Informationen bewusst werden lassen. In manchen Fällen ist daher eine psychologische Betreuung erforderlich, die - wenn vorhanden - ein hohes Qualitätskriterium für eine Einrichtung darstellt.

Woraus besteht die Ernährung in Ihrer Kur?
Panchakarma Kurkost besteht zusammengefasst aus ayurvedischer Schonkost: Gemüse, Mungdal und leichtes Getreide. Sollten Sie während der Kur tierische Nahrungsmittel, Milchprodukte, Süßspeisen, Obst oder Salate serviert bekommen, handelt es sich nicht um authentisches Pancha Karma.

Welche Getränke werden Ihnen während der Kur serviert?
Panchakarma ist ein reduzierendes Verfahren, in dem ausschließlich heiße Getränke wie abgekochtes Wasser oder spezifische Kräutertees eingesetzt werden. Sollten Sie Säfte, Milch, Alkoholica, Limonaden oder Früchtetees serviert bekommen, spricht dies gegen authentisches Pancha Karma.

Welche Empfehlungen zur Bewegung während der Kur werden Ihnen gegeben?
Die Kur fordert viel Energie und Ausdauer - aus diesem Grund sind intensive sportliche Betätigungen konsequent auszuschliessen. Leichte Yoga- und Gymnastikübungen oder Spaziergänge sind davon nicht betroffen und können gemäß Kurphase durchgeführt werden.

Welche externen Anwendungen in welcher Frequenz erhalten Sie während Ihrer Kur?
Vor den beiden großen Ausleitungen (Vamana und Virechana) sollten begleitend zur inneren Ölung täglich Ganzkörpermassagen (Abhyanga) durchgeführt werden. Nach Beendigung der inneren Ölung kommen 1-3 zusätzliche Tage mit ergänzender Schwitzanwendung (Svedana) hinzu, dann erfolgt die Ausleitung. In der Phase der Darmeinläufe werden weitere individuelle Anwendungen (bsp. Pinda Sveda, Shirodhara, Kati Basti) gemäß Indikation durchgeführt.

Wie viele Tage sollen Sie innerlich Fette trinken und in welcher Dosierung?
Klassischerweise erfolgt die innere Ölung mit mediziniertem Butterreinfett (Ghrta) über mindestens 3 und höchstens 7 Tage bei einer täglichen Steigerungsrate von 10-15ml. Die Gabe kann einmalig oder zweimalig am Tag erfolgen, meist gegen 8 und 16 Uhr. Ein pauschales Einnahmeschema, bsp. 3 Tage pures Ghee in der Dosierung 30-45-60ml für Alle, entspricht nicht den ayurvedischen Vorgaben.

Welche Ausleitungsverfahren werden bei Ihnen in welcher Intensität durchgeführt?
Pancha bedeutet "fünf" - eine Kur, die ausschließlich 1-2 Verfahren zur Ausleitung berücksichtigt, kann daher nicht als Panchakarma bezeichnet werden. Um diesen Begriff zu rechtfertigen, sollten mindestens drei der fünf Verfahren und immer Virechana (Purgation) und Basti (Rektaleinläufe) durchgeführt werden. Entspricht die Intensität der Ausleitungen den klassischen Kriterien?

Wird nach einer der beiden großen Ausleitungen eine Ruhephase mit Kostaufbau eingehalten?
Die Ruhe nach dem Vamana oder Virechana muß mindestens zwei Tage eingehalten werden, in denen keine großen Anwendungen oder sonstige Maßnahmen erfolgen. Der Kostaufbau sollte stufenweise gemäß der Nachsorge erfolgen.

Wie viele Darmeinläufe erhalten Sie in der Kur?
Um eine Einlaufserie gemäß Panchakarma Kriterien durchzuführen, ist eine Mindestanzahl von 8 Einläufen erforderlich. Davon sollten drei Dekokt-Einläufe mit ausleitender Natur sein.

Erhalten Sie im Anschluß an Ihre Hauptkur einen schriftlich erstellten Plan für die Nachkur?
Ohne adäquate Nachbehandlung zu Hause kann der erworbene Reinigungs-Erfolg nicht nachhaltig gewahrt bleiben. Daher ist ein Heimplan mit detaillierter Besprechung ein wichtiges Kriterium für verantwortungsvoll durchgeführtes Panchakarma. Zudem sollte eine Woche nach Heimkehr eine Rückmeldung in einem Telefongespräch mit dem leitenden Therapeuten erfolgen, um den gesunden Übergang in den Alltag sicherzustellen.

Panchakarma: Ja! - aber Wo?

Sie haben Sich nach ausführlicher Information und diagnostischer Rücksprache mit einem Ayurvedamediziner für eine Panchakarma Kur entschieden und müssen nun wählen, an welchem Ort die Hauptkur durchgeführt werden soll?

Die oben aufgeführten Qualitätskriterien werden die anfänglich unüberschaubare große Auswahl an Kuranbietern drastisch einschränken, da bei weitem nicht jedes Zentrum die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt.

Panchakarma im Ursprungsland
In ganz Indien (speziell im Norden) und an wenigen Orten in Sri Lanka finden Sie Kliniken mit fundierten klassischen Panchakarma Angeboten. Hier gilt es jedoch abzuwägen, ob die Reisestrapazen mit Klimawechsel und Zeitverschiebung sowie erhöhter Exposition gegenüber teils gefährlichen Krankheitserregern keine Gegenargumente darstellen. Planen Sie bitte im Falle einer Kurreise mindestens eine Woche Zeit zur Aklimatisation vor dem Beginn der Therapiemaßnahmen ein und erneut eine Woche nach Heimkehr.

Unverbindliche Kur- und Reiseberatung
Nutzen Sie die Möglichkeit einer unabhängigen Kur-Beratung bei Ralph Steuernagel, der mit zwölf Jahren tagtäglicher Panchakarma Kurarbeit in vier Kurzentren zu den erfahrensten Ayurveda-Kurmedizinern in Europa zählt. Gerne erstellt er Ihnen auch Berichte zur Vorlage in indischen oder singhalesischen Kliniken und kontaktiert die Kollegen vor Ort, um Ihnen somit optimale Betreuung zu gewährleisten. Hier können Sie Ihren Konsultations-Terminwunsch angeben.


Zielgruppen Entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung, Panchakarma könne schwerste bis zu vitalbedrohliche Krankheitsbilder behandeln - gemäß der Idee "wenn nichts mehr hilft, kommt nur noch Panchakarma in Betracht", stellt der Ayurveda klare medizinische Richtlinien für eine derartige systemische Reinigung auf. Hier können Sie Informationen zu den Indikationen und Kontraindikationen einzelner Verfahren im Panchakarma abrufen.

 

Kurablauf Eine Panchakarma Kur sollte langfristig geplant werden, da ihr dreiphasiger Ablauf etwa 3 Monate in Anspruch nimmt und somit an Ihre alltäglichen Abläufe angepasst werden muß. Der stationäre Aufenthalt in einer Ayurveda Klinik bezieht sich dabei nur auf die Vorbereitung, Durchführung und Nachruhe der fünf Ausleitungssverfahren. In Heimbehandlung ist zudem eine etwa vierwöchige Vor- und Nachkur erforderlich.

 

Vor-Kur Vor einer geplanten Ausleitung und damit Durchführung von drastischen Reinigungsmaßnahmen müssen Verdauung und Stoffwechsel in einen bestmöglichen Zustand gebracht werden, um Nebenwirkungen vorzubeugen und die Effektivität der einzelnen Eliminationen zu sichern. Hierzu ist eine Erstdiagnostik vorab erforderlich, in der die Inhalte der diätetischen und arzneilichen Vorbereitung festgelegt werden.

 

Haupt-Kur Die etwa 30-tägige Haupt-Kur besteht aus fünf intensiven Ausleitungsverfahren mit systemischer Wirkung: Magenspülung, Abführtherapie, Darmeinlauftherapie, Intranasaltherapie und Blutreinigungstherapie. Diese werden systematisch vorbereitet, konsequent durchgeführt und danach aufmerksam versorgt. Welche der 5 Therapien zum Einsatz kommen, hängt von der individuellen Diagnose ab. In einer Panchakarma Hauptkur müssen mindestens 3 der 5 Verfahren durchgeführt werden.

 

Nach-Kur Ist der Körper nun gereinigt, muß das erworbene Gleichgewicht stabilisiert werden, um den Anforderungen des Alltags standhalten zu können. Hierzu wird die Ernährung stufenweise aufgebaut und sonstige Belastungen den körperlichen Möglichkeiten angepasst. Mit Rasayana steht im Ayurveda ein Jungbrunnen zur Veredelung des Körpers nach erfolgter Tiefenreinigung zur Verfügung.

 

Aktuelles

Von 9.-13. Juli 2012 bleibt die Praxis geschlossen.

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