Panchakarma beinhaltet fünf Ausleitungsverfahren, deren Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge in den klassischen Kompendien des Ayurveda detailgenau beschrieben wurden. Obgleich in den Dosierungen der einzelnen Verfahren heutzutage und in Europa Anpassungen erforderlich sind, sollten Kureinrichtungen möglichst exakt den traditionellen Richtlinien folgen, um Nebenwirkungen vorzubeugen und den Kurerfolg nachhaltig zu gewährleisten.
Systematischer Ablauf in drei Phasen
Der Ablauf einer Pancha Karma Kur läßt sich grundlegend in drei Kur-Phasen einteilen:
Phase 1 - die Vor-Kur - Dauer: meist 4 Wochen Diese Phase besteht aus Ernährungsumstellung, Verdauungs- und Stoffwechselkorrektur und kann in Heimbehandlung durchgeführt werden.
Phase 2 - die Haupt-Kur - Dauer: mind. 30 Tage bei Durchführung aller Verfahren Die Hauptkur gliedert sich wiederum in drei Phasen der Vorbereitung, Ausleitung und Nachsorge von fünf Ausleitungsverfahren. Hierfür empfiehlt sich ein stationärer Aufenthalt in einer Ayurveda-Klinik.
Phase 3 - die Nach-Kur - Dauer: variabel Hier kommen regenerierende und nachhaltig zustandstabilisierende Maßnahmen zum Einsatz - auch diese Phase kann in Heimbehandlung durchgeführt werden.
Zielgruppen Entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung, Panchakarma könne schwerste bis zu vitalbedrohliche Krankheitsbilder behandeln - gemäß der Idee "wenn nichts mehr hilft, kommt nur noch Panchakarma in Betracht", stellt der Ayurveda klare medizinische Richtlinien für eine derartige systemische Reinigung auf. Hier können Sie Informationen zu den Indikationen und Kontraindikationen einzelner Verfahren im Panchakarma abrufen.
Vor-Kur Vor einer geplanten Ausleitung und damit Durchführung von drastischen Reinigungsmaßnahmen müssen Verdauung und Stoffwechsel in einen bestmöglichen Zustand gebracht werden, um Nebenwirkungen vorzubeugen und die Effektivität der einzelnen Eliminationen zu sichern. Hierzu ist eine Erstdiagnostik vorab erforderlich, in der die Inhalte der diätetischen und arzneilichen Vorbereitung festgelegt werden.
Haupt-Kur Die etwa 30-tägige Haupt-Kur besteht aus fünf intensiven Ausleitungsverfahren mit systemischer Wirkung: Magenspülung, Abführtherapie, Darmeinlauftherapie, Intranasaltherapie und Blutreinigungstherapie. Diese werden systematisch vorbereitet, konsequent durchgeführt und danach aufmerksam versorgt. Welche der 5 Therapien zum Einsatz kommen, hängt von der individuellen Diagnose ab. In einer Panchakarma Hauptkur müssen mindestens 3 der 5 Verfahren durchgeführt werden.
Nach-Kur Ist der Körper nun gereinigt, muß das erworbene Gleichgewicht stabilisiert werden, um den Anforderungen des Alltags standhalten zu können. Hierzu wird die Ernährung stufenweise aufgebaut und sonstige Belastungen den körperlichen Möglichkeiten angepasst. Mit Rasayana steht im Ayurveda ein Jungbrunnen zur Veredelung des Körpers nach erfolgter Tiefenreinigung zur Verfügung.
Checkliste Woran können Sie in Kürze die Authentizität, Seriosität und Qualität eines Panchakarma Kuranbieters erkennen? Wo sollten Sie Ihre Kur durchführen lassen, in Europa oder den Ursprungsländern Indien und Sri Lanka? Anhand unserer Panchakarma Checkliste ist eine Prüfung jedes Kurangebotes anhand von 16 Qualitätskriterien möglich.
Aktuelles
Von 9.-13. Juli 2012 bleibt die Praxis geschlossen.