PANCHAKARMA | NACH-KUR

Ist der Körper nun gereinigt, muß das erworbene Gleichgewicht stabilisiert werden, um den Anforderungen des Alltags standhalten zu können. Hierzu wird die Ernährung stufenweise aufgebaut und sonstige Belastungen den körperlichen Möglichkeiten angepasst. Mit Rasayana steht im Ayurveda ein Jungbrunnen zur nachhaltigen Regeneration und Veredelung des Körpers nach erfolgter Tiefenreinigung zur Verfügung.

Der sanfte Übergang zum Start in neuer Frische

Nach erfolgreich durchgeführter Vor- und Hauptkur ist der Körper zwar gereinigt, aber noch labil und nicht allen alltäglichen Anforderungen gewachsen. Daher ist ein sanfter Übergang in den beruflichen und privaten Alltag mit seinen Verpflichtungen äußerst wichtig.

Folgende beispielhafte Maßnahmen sind in der Nachkur empfehlenswert:

  • Ernährung: langsamer Kostaufbau über vier Wochen bis zur vollständigen Belastbarkeit des Verdauungssystems und Stoffwechsels
  • Getränke: in den ersten beiden Wochen noch vorwiegend warme Kräutertees bei weitgehendem Verzicht auf Alkoholika und süße Getränke
  • Sport: langsame Steigerung der Frequenz, Dauer und Intensität von Belastungen über vier Wochen
  • Arbeitsalltag: etwa eine Woche nach Beendigung der Hauptkur sollte der Patient noch arbeitsfrei planen, um danach in neuer Frische und Motivation zu starten
  • Privatleben: auch hier sollte noch dem Ruhebedürfnis Rechnung getragen werden - Feierlichkeiten, größere Ausflüge oder Renovationsarbeiten können noch etwa 3-4 Wochen warten

Rasayana - die Krönung

Unter Rasayana versteht der Ayurveda die Veredelung und Verjüngung von Körper und Geist unter Einsatz gezielter Substanzen und subtanzlosen mental wirksamen Übungen. Diese Maßnahmen in nicht adäquat gereinigtem Körper sind mit dem Färben eines schmutzigen Stoffes vergleichbar und können schädlich sein.

Wirkungen nach Sushruta Samhita sind:
» Stabilisierung des Alterungsprozesses
» Erhöhung gesunder Langlebigkeit
» Unterstützung geistiger Fähigkeiten
» Verstärkung der Körperkraft
» Stärkung der Abwehrfunktionen

Ayurvedische Maßnahmen gelten als Rasayana, wenn folgende Qualitäten in ihnen präsent sind:
» Anwesenheit nahrhafter Konstituenten und optimale Nährstoffversorgung aller Zellen
» Fähigkeit, die freie Zirkulation in groben und feinen Kanälen innerhalb und außerhalb der Zellen aufrecht zu erhalten
» Kontrollfunktion über das Bewegungsprinzip Vata
» Gewährleistung einer optimalen Funktionalität von Verdauung und Stoffwechsel.